cafeimpuls

Du kannst was erleben

Rückblick: Für alle, die gerne in Erinnerung schwelgen, für unsere Freunde und Förderer, die nicht selbst in Berlin leben, für ehemalige Mitarbeiter, für die Neugierigen — für alle, die wissen wollen, was war und davon träumen, was kommt.

cafe-Räume: 1991 wurde im Hofgebäude der Breiten Straße 49cafeimpuls in Pankow, Breite Str. 49 (Berlin-Pankow) ein großer Raum gemietet und für den Cafebetrieb ausgebaut. Das war zuerst noch ein dunkler Hinterhof; das Haus wurde erst ein paar Jahre später saniert. 1999 konnte das Cafe einen zweiten Raum mieten; der Platz wurde inzwischen für Kinder-, Jugend- und ProjektgruppenProjektraum im cafeimpuls dringend gebraucht. Im Oktober 2006 vergrößerte sich das Cafe durch einen dritten Raum, der seitdem Haupt-VeranstaltungsraumVeranstaltungsraum im cafeimpuls ist. Der alte EingangAlter Eingang zum cafeimpuls wurde nach vorne verlegt und in Cafe-Orange mit Logo gestaltetneuer Eingang zum cafeimpuls. Die letzten großen Umbaumaßnahmen im September 2010 brachten die lange gewünschte Profi-KücheKüche im cafeimpuls, die nicht nur das Gesundheitsamt glücklich macht.

Schweiß & Spaß — das fängt ja gut an!

31. Pfannkuchenlauf in Pankow

07. Januar 2012

Hunderte Pankower trafen sich am Samstag zum jährlichen „Pfannkuchenlauf“, gaben ihr Bestes beim Laufen oder beim Anfeuern, jubelten, trotzten dem Regen.

Freunde und Mitarbeiter des cafeimpuls bildeten ein großes Team mit 17 Läufern. Spannend war, dass diesmal der Bezirksbürgermeister von Pankow bei uns mitlief!

Pfannkuchenlauf in Pankow für das cafeimpuls
Das Läufer-Team vom cafeimpuls

Drei Strecken waren vorbereitet: 1,2 km für die Kinder, 2,3 km für Familien-Teams und 6,5 km für geübte Läufer. Insgesamt 289 Läufer erreichten das Ziel. Jeder von ihnen erhält dann eine Urkunde und einen zuckrigen Pfannkuchen — deshalb ist das der „Pfannkuchenlauf“.

Unsere 17 Läufer belegten in ihren Altersgruppen die Plätze 1–94 (von 289). → Ergebnis-Listen

Toll, mit einem starken Team ins neue Jahr zu starten. Wir sind super gespannt auf 2012. Komm einfach dazu und lauf mit :-)

Der Koch, der Gourmet und das cafeimpuls

September-Dinner

30. Sep 2011

Ein Konzert für Augen, Ohren und Magen sollte es werden.

Gemahlener Zimt, eingelegte Pflaumen, frische Petersilie, gebratenes Fleisch — der viel versprechende Duft dieser Köstlichkeiten empfängt die Gäste bereits im Hof. Aus der Eingangstür leuchtet der warme Schein von Kerzen und die Klänge eines Klaviers sind zu hören.

Wenn man das cafeimpuls von anderen Veranstaltungen kennt, schaut man sich kurz um … — Sind wir in einem Sterne-Restaurant angekommen? An den festlich gedeckten Tischen lässt man das Ambiente erstmal wirken und stimmt sich mit einem Glas Sekt auf den Abend ein.

Gedeckter Tisch im cafeimpuls
Einstimmung und Verheißung …

Es folgen drei Gänge aus französischer Küche: Die Kürbissuppe ist fein gewürzt, das zarte Rinderfilet kommt mit einer Weißwein-Schaumsoße und knackigem Gemüse und den süßen Abschluss bildet eine warme Schokoladenkreation mit flüssigem Kern. Das klingt nicht nur gut, es schmeckt auch wunderbar, hervorragend … einfach unbeschreiblich!

Salonmusik im cafeimpuls
Zwischen den Gängen gibt es Salonmusik

Dieser Abend für Paare oder Freunde ist ganz dem Genuss und guten Gesprächen gewidmet. Live-Musik am Klavier sorgt zwischen den Gängen für akustische Erfrischung.

Lars Sommer in Aktion
Lars Sommer in Aktion

Die entspannte Atmosphäre unter den Gästen lässt nichts erahnen von der Hektik, die hinter den Kulissen herrscht. Dort zaubern Koch und Helfer im Akkord ihre Kreationen in 30-facher Ausführung!

Süße Verführung
Vorbereitung einer süßen Verführung

Unser Dank geht an Lars Sommer, Chefkoch des Restaurants „Poulette“ im Prenzlauer Berg und an seinen Kollegen. Grande!

Fotos: Dorothea Müller

„Wir kamen, um zu stärken und zu ermutigen“

Hanna Boeckler über ihre Jahre in Tansania

16. Sep 2011

Hanna erzählte mir in der Krabbelgruppe, dass sie einen Vortrag über ihr Leben in Tansania halten wird. Da war ich neugierig, kam am Freitagabend und erlebte das Cafe bei Kerzenschein und Vollwertkost „Chakula bora na chai“.

In ihrer charmanten Art berichtete sie, was sie und ihren Mann nach Tansania geführt hatte:

„Mein Mann, der Architekt war, und ich kamen im Auftrag der evangelischen Kirche als Experten für Baufragen nach Tansania. Unsere Aufgabe war außerdem, die dortige Gemeinde zu stärken und im Glauben zu ermutigen. Wir haben 14 Jahre in beiden Bereichen gearbeitet.“

Gemeinschaft unter Frauen
Eine Welt in vielen Farben

Im Diavortrag zeigte sie, wie ihr die Menschen in Afrika begegnet sind, die sich Hanna als ihre Botschafterin wählten.

„Zum Beispiel schafften wir es mit Hilfe von Mama Furacia, einer älteren würdigen Witwe, eine feste kleine Steinkirche zu bauen. Wir planten, beteten, ermutigten zagende Gemeindeglieder, sammelten bei afrikanischen und europäischen Freunden Material und Geld und verwalteten diese Gaben.“

„2009 besuchten wir diese Gemeinde und feierten zusammen Gottesdienst in der neuen Kirche; mittlerweile wird sie auch als Kindergarten genutzt. Über die große Entfernung hinweg sind wir herzlich miteinander verbunden.“

Hanna in der Begegnung
Hanna in der Begegnung dort und hier

Im cafeimpuls kommt Hannas Unterstützung genauso gut an.

„Zu stärken und zu ermutigen ist bis heute meine Freude. Vom cafeimpuls und seinen Zielen erfuhr ich auf einem Seminar für Rückkehrer aus der Entwicklungshilfe. Ich war so begeistert, dass ich beschloss, hier mitzuarbeiten. Namshukuru Mungu — Ich danke Gott dafür.“

Und wir danken dir, liebe Hanna, für diesen interessanten Einblick!

Vom Amerikaner zum Original-Pankower

cafeimpuls beim Fest an der Panke

10./11. Sep 2011

Zum 42. Mal fand dieses beliebte Volksfest am zweiten September-Wochenende statt — eine Mischung aus Vernissage, Action, Performance und Show für ein Publikum zwischen sechs und 60 Jahren.

cafeimpuls-Stand beim Pankefest
Doris, Helena, Doro und Mike beim Pankefest

Riechen kann man uns mit unserem cafeimpuls-Stand besonders gut:
Intensives Kaffeearoma strömt in die Nase und eine Traube von Kindern tummelt sich um den Stand. Sie verzieren Amerikaner mit allerlei Leckereien; bei uns heißen sie dann „Original-Pankower“. An den Nachbarständen klatschen die Leute bei besonders schönen Ergebnissen. Volontärin Hanna und Praktikantin Helena hatten dafür in den letzten beiden Tagen im Akkord 200 Amerikaner produziert!

Hanna und Helena in der Produktion
Hanna (re) und Helena in der Produktion

Die Erwachsenen bekommen auch was zum Aufpeppen, nämlich unseren wunderbaren Kaffee. Schon mal Vanille- oder Karamellsirup probiert? Damit auch die Augen genießen, haben wir alle Sirupflaschen orange eingeschlagen und jeder Geschmacksrichtung einen Slogan verpasst; z.B. gibt es den „Haselnusssirup für Nussknacker: an Knackpunkten weiterdenken!“

Wer nicht zum Pankefest konnte, ist herzlich eingeladen, seinen Besuch direkt im cafeimpuls nachzuholen. Damit niemand ein Jahr warten muss bis zum nächsten Pankefest ;-)

Fotos in der Küche: Dorothea Müller

Mit Musik und Caipirinhas in den Sommer

Benny Kunde & friends werden „orange“

24. Juni 2011

Schon wieder das letzte Mal „in orange“ vor der Sommerpause? Ich konnte es kaum fassen … aber okay, da muss es ja ein tolles Aufgebot geben heute Abend!

Und tatsächlich, satter Musikgenuss in verschiedensten Genres: Benjamin Kunde war angekündigt, und der brachte noch zwei Musikerfreunde mit; M.G. eröffnete das Konzert mit klingendem Blues, gefolgt vom sympathischen Kameruner Alain Missala, der mit seinem Soul die beeindruckende Spannbreite seiner Stimme präsentierte. Alle drei Künstler hatten sichtlich Freude an ihrer Show und fanden sofort Kontakt zum Publikum. Flüssig abgerundet wurde der Abend durch die frisch gemixten Caipirinhas; deren Crushed-Ice bildete einen interessanten Klangteppich ;-)

Benjamin Kunde im cafeimpuls
Benjamin Kunde

Benjamin Kunde überzeugte mit tiefgehenden und humoristischen Texten. So zeichnete er ein stimmiges Charakterbild der Schönhauser Allee, das manches Clichee bediente und uns zum Mitgrölen anfeuerte. Sentimentale Töne schlug er an mit der Frage Wer hat Bruno erschossen? Mit diesem Song setzte er dem einst umherstreunenden Bären in Deutschland ein Denkmal.

Die Lieder zum Mitdenken und Aufbauen passen zu seiner Art, die Saiten der Gitarre sanft anzuschlagen oder zu zupfen und nie zu laut zu werden. Das ist Musik, die mir das Herz leichter macht und mich noch Tage danach lächeln lässt. Ein gelungener Abschluss für das cafeimpuls und „in orange“. Dankeschön.

Sag niemals „Nix!“

Chantal Voss im Vortrag über „Wut im Bauch“

15. April 2011

Chantal Voss im cafeimpuls
Chantal Voss

Ärger, Frust, Unzufriedenheit — wer kennt das nicht? Aber konstruktiv damit umgehen, ohne anderen und mir zu schaden?

Eine Starthilfe bot die Paarberaterin Chantal Voss, die die kleinen und großen Konflikte, die täglich in Beziehungen auftreten, selbst nur allzu gut kennt. Lebensnah und sympathisch präsentierte sie unter dem Titel „Wut im Bauch — Ärger und andere starke Gefühle“ verschiedenste Umgangsarten mit Zorn, wobei sie uns von Stinktier- und Schneckenhaus- bis zu Vogelstrauß-Strategien führte.

Sobald jeder im großen Publikum sich überlegen konnte, welches dieser Tiere am besten auf ihn passt, zeigte sie anhand von Geschichten aus dem Alltag und der Bibel den ersten Schritt zum richtigen Umgang mit Ärger: Mach dir bewusst, dass du zornig bist. Lass dich aber nicht von diesem Gefühl beherrschen und zu falschen Reaktionen verleiten, sondern erkenne die Ursache für dein Empfinden. Und wenn dich jemand fragt, was denn los sei, sag niemals „Nix!“

Publikum beim Vortrag von Chantal Voss
Full House bei dem Thema ;-)

Ursachen für schnelle Zornausbrüche können bis in die Kindheit zurückgehen. Aber das ist keine Entschuldigung, sondern wir sollen Verantwortung für unser Handeln und für unsere Emotionen übernehmen. Dass wir Wut spüren, liegt schließlich an jedem selbst, und niemand braucht zu zögern, über diese Gefühle auch mit Gott zu reden.

Charmant spielte Chantal Voss mit Situationen, über die wir lachen mussten, weil sich jeder wiedererkannte. Im Anschluss konnten wir Fragen stellen und von unseren eigenen Erfahrungen erzählen. Also — beim nächsten mal dran denken: Sag niemals „Nix!“

Hannas Berlin-Experiment

„Ich möchte Menschen mit Jesus Christus bekannt machen.“

Februar 2011

Hanna Boeckler
Hanna Boeckler

von Hanna Boeckler

„Aufgrund Ihrer Biografie könnte ich mir eine Mitarbeit für Sie im cafeimpuls in Berlin vorstellen!“ — Das sagte man mir auf einem Seminar für Fachkräfte, die aus der Arbeit in einem Entwicklungsland zurückgekehrt waren.

Ein Jahr später nahm ich diese Spur auf. Ich rief Doris Reichardt an, um nach Einsatzmöglichkeiten zu fragen. Gleichzeitig hatte ich Zweifel und Bedenken. Ermutigt hat mich schließlich, dass die Aufgabe des cafeimpuls auch die Maxime des gemeinsamen Lebens mit meinem Mann war, und für mich weiter ist: Ich möchte Menschen mit Jesus Christus bekannt machen.

Über Telefon bereiteten wir mein ‚Volontariat‘ vor. Ein junges Ehepaar überließ mir großzügig seine Berliner Wohnung während ihres Auslandsaufenthalts, sodaß ich im Februar das Experiment wagte und meinen Dienst antrat: Als betagte Seniorin unter vielen jungen Mitarbeitern!

Manches in der Gestaltung des Programms war mir vertraut, z.B. dass für alle Veranstaltungen viel gebetet wird. Überrascht hat mich, dass die einzelnen im Team sehr aufeinander acht haben, so intensiv hatte ich das bisher nicht erlebt. Jeder Mitarbeiter wird in seiner speziellen Ausstattung wahrgenommen und anerkannt, und diese Haltung gilt auch den Gästen gegenüber. Gottes Freundlichkeit den Menschen zu bringen ist ja ein Wagnis, und das wird akzeptiert.

Und ich selber? Ich wurde von Anfang an voll respektiert und hinein genommen. Ich konnte meine Begabung einsetzen, unbefangen über Alltags- und Glaubensfragen ins Gespräch zu kommen. Ich war ‚gefragt‘, z.B. bei Abendveranstaltungen im Kontakt mit den älteren Gästen aber auch in der Begegnung mit den vielen jungen Frauen, die meine Erfahrungen als Mutter von vier Kindern und Großmutter von acht Enkeln interessierten.

Werde ich noch einmal zurückkommen? Ich war mit meinem Mann lange in Tansania. Dort würde man sagen: „Mungu akipenda“ – So Gott will!

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